Laubü-Verleihung 2019: Gensch, Jörg und Stühle

Die „Laubü“-Verleihung: (von links) OB Gerold Rechle; Bruno Jörg und Rainer Stühle vom Fischereiverein Laupheim; Michael Roosz, Vorsitzender der Laupheimer Bürgerstiftung, und die 2. Vorsitzende Hedwig Uhlmann; Cornelia Gensch und Hans-Peter Stückle von der Abteilung GB des TSV Laupheim; TSV-Präsident Hilmar Kopmann; Frank Schneider, Beisitzer im Vorstand der Bürgerstiftung. (Foto: Roland Ray)

Hohe Auszeichnung für Cornelia Gensch vom TSV Laupheim und Bruno Jörg und Rainer Stühle vom Fischereiverein Laupheim: Am Freitag haben sie im Saal der Kreissparkasse den „Silbernen Laubü“ der Laupheimer Bürgerstiftung verliehen bekommen.

Mit dem von Friedrich E. Rentschler initiierten Preis würdigt die Stiftung herausragendes bürgerschaftliches Engagement. Im Mittelpunkt standen dieses Mal die Vereine. „Ohne sie würde Laupheim wirklich sehr arm dastehen“, betonte der Stiftungsvorsitzende Michael Roosz. All ihre Aktivitäten aber seien ohne ehrenamtlich tätige Mitglieder nicht denkbar. Mitglieder, „die jeden Tag, jede Woche, das ganze Jahr über ihren wertvollen Dienst leisten für unsere Stadt“.

 

„Hier wird Integration spürbar“

Für ihr langjähriges Wirken in der Abteilung GB (Geistig Behinderte) des TSV Laupheim wurde Cornelia Gensch geehrt. „Arbeit mit Behinderten und für Behinderte findet fast immer im Stillen statt, wird selten wahrgenommen von der Öffentlichkeit, zu wenig wertgeschätzt nach außen, trotz ihrer immensen inklusiven und integrierenden Wirkung und Bedeutung“, sagte der TSV-Präsident Hilmar Kopmann in seiner Laudatio. Nach wie vor falle es vielen Menschen schwer, Berührungsängste abzubauen, Verständnis und Mitgefühl zu zeigen, geschweige sich aktiv in die Arbeit mit Behinderten einzubringen. Ganz anders Cornelia Gensch: Sie habe es sich zur Lebensaufgabe gemacht, zu integrieren, zu helfen und zu begleiten. Seit 32 Jahren tue sie das, zunächst als Übungs- und seit 1992 auch als Abteilungsleiterin. Die Sparte GB trage ihre Handschrift; mit ihrer sympathischen Art, Fachwissen und nie erlahmender Motivation gelinge es ihr immer aufs Neue, ihre Schützlinge zu begeistern, die motorischen Fähigkeiten zu fördern und Freude an der Bewegung zu vermitteln. Aber auch Aktionen außerhalb der Sporthalle gehörten zum Programm – „hier wird Integration spürbar und erlebbar“.

 

Etwa 20 Jugendliche und 40 Erwachsene gehören der Abteilung an. Die Erwachsenen beglückten „ihre“ Conny und das Publikum im Sparkassensaal am Freitag mit einem Ständchen. Unter der Leitung von Caudia Litzbarski sangen sie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und „Seite an Seite“.

 

Hüter des Parks und der Weiher

Seit Jahrzehnten kümmern sich Mitglieder des Fischereivereins Laupheim angelegentlich um den Schlosspark und die Schlossparkweiher. Bei ihren täglichen Kontrollgängen achten sie auf den Fischbestand und die Wasserqualität; sie beseitigen Unrat, pflanzen Blumen, hacken Unkraut, säubern Gräben, halten im Winter die Wege frei. Wenn die Weiher nach einer Reihe von Jahren entschlammt werden müssen, evakuieren sie die Fische und packen an.

„Das ist ein großer, zeitaufwendiger Einsatz, der von Außenstehenden oft nicht wahrgenommen wird“, sagte Oberbürgermeister Gerold Rechle in seiner Laudatio und dankte „für das treue Engagement zum Wohle unserer lieben Heimat Laupheim. Könnten die Fische sprechen, sie würden sich anschließen.“

 

Stellvertretend für den Verein wurden Bruno Jörg und Rainer Stühle mit dem „Laubü“ geehrt. Sie wussten Anekdoten zu erzählen, und Stühle appellierte an alle Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder keinen Müll im Park und in den Weihern verstreuen. Mit Mama, Papa oder den Großeltern am Bächle spielen, das sei freilich durchaus erlaubt.

 

aus Schwäbische Zeitung Laupheim

https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/laupheim_artikel,-laubue-wuerdigt-buergerschaftliches-engagement-_arid,11034613.html

 

 


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